Das neue Hinweisgeberschutzgesetz (HinSchG)

Die Inhalte des Gesetzes und Handlungsmöglichkeiten der betrieblichen Interessenvertretung

Das neue HinSchG wird in wesentlichen Teilen noch im Juni 2023 in Kraft treten. Es setzt damit die EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern vom 23.10.2019 (die sog. Whistleblower-Richtlinie) in nationales Recht um. Ziel der Regelung ist es, hinweisgebenden Beschäftigten ein rechtssicheres Verfahren zur Verfügung zu stellen, um identifizierte Rechtsverstöße oder entsprechende Regelverstöße an interne oder externe Stellen ohne Angst vor persönlichen Konsequenzen melden zu können. Die Einrichtung ist für alle Unternehmen mit in der Regel mehr als 50 Beschäftigten verpflichtend.
Im Seminar stellen wir die Neuregelungen des HinSchG, den Anwendungsbereich, die Voraussetzungen der betrieblichen Umsetzung, u.a. die Einrichtung interner Meldestellen, die datenschutzrechtlichen Anforderungen, das Verhältnis zu bestehenden Sicherheitsinteressen oder gesetzlich normierten Verschwiegenheits- oder Geheimhaltungspflichten und weitere Auswirkungen auf die betriebliche Praxis sowie die Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung vor.

Inhalte:
Geltungs- und Anwendungsbereich des Hinweisgeberschutzgesetzes (HinSchG) im Beschäftigungsverhältnis
Wahrnehmung der Rechte als Hinweisgeber*innen aus dem Grundgesetz versus Sicherheitsinteressen, Loyalitäts-, Geheimhaltungs- und Verschwiegenheitspflichten gegenüber dem Arbeitgeber
Pflichten des Arbeitgebers zur Einführung eines Hinweisgeberschutzsystems
Interne und externe Meldung; Verfahren und Wahlrecht
Das Vertraulichkeitsgebot
Meldungen und Datenschutz
Ausgestaltung und Aufgaben interner Meldestellen; Meldekanäle
Verfahren und Folgemaßnahmen der internen Meldestelle
Externe Meldestellen: Aufgaben und Zuständigkeiten
Verfahren und Ausgestaltung externer Meldestellen.
Schutzmaßnahmen und Offenlegung von Informationen
Verbot von Repressalien und Beweislastumkehr
Schadensersatz nach Repressalien und bei Falschmeldungen
Bußgeldregelungen
Verhältnis zu anderen Beschwerdeverfahren, insbesondere §§ 84, 85 BetrVG
Beteiligungsrechte bei der Einrichtung von betrieblichen Whistleblowing-/Hinweisgeberschutzsystemen und Meldekanälen und weiteren Beschwerdestellen


HINWEIS: Da die Verpflegung auf unseren Seminaren ab 2024 eventuell steuergesetzlichen Änderungen unterliegt, kann es in diesem Bereich zu nachträglichen Preisänderungen kommen.

Status: Anmeldung möglich

Kursnr.: 24OS6410

Beginn: 18.03.2024 um 09:00 Uhr

Ende: 18.03.2024 um 17:00 Uhr

Dauer: 8 UStd.

Kursort: Osnabrück

Gebühr: 295,00 €

Zu inhaltlichen Fragen wenden Sie sich bitte an:

Johanna Teubner
johanna.teubner@aul-nds.de
+49 541 33807-11
Wolfgang Fritsche



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