Ziel:

Aufbau und Optimierung von Personalentwicklungs- und Weiterbildungsstrukturen, um so die Demografiefestigkeit zu sichern.

 

Kooperationspartner:

IG Metall Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft GmbH, Allianz für die Region GmbH

 

Durchführungszeitraum:

01.09.2017 bis 30.06.2020

 

Durchführungsort und Zielgruppe:

Das Projekt bezieht sich auf ganz Niedersachsen. Angesprochen sind kleine und mittlere Unternehmen (bis 250 Beschäftigte) der Metall- und Elektrobranche in den Regionen Braunschweig, Göttingen, Hannover und Salzgitter. Die Teilnahme von Großunternehmen ist aber ebenfalls ausdrücklich gewünscht.

 

Methoden und Ablauf:

1)      Kostenfreie Erstberatung und IST-Analyse der Unternehmen durch die Demografieagentur für die niedersächsische Wirtschaft.

2)      Qualifikation für die Strategieumsetzung: Die Fach- und Führungskräfte und die von ihnen eingesetzten Projektlotsen werden bedarfsorientiert qualifiziert, um die Veränderungen im Unternehmen umsetzen zu können.

3)      Einführung in die sechs Themenfelder, die für einen demografiefesten Betrieb relevant sind: Kultur und Führung; Arbeitsorganisation; Qualifikation und Wissen; Rekrutierung und Bindung sowie Gesundheit und Innovation. Qualifiziert werden sowohl Fach- und Führungskräfte, als auch Projektlotsen als Ansprechpartner für das Projektteam, zur Vernetzung der beteiligten Betriebe und für den Wissenstransfer von Großbetrieben auf KMU.  

4)      Jeweils drei 6-monatige mit den beteiligten Unternehmen abgesprochene Vertiefungsphasen zu einem Themenfeld der Wahl.

5)      Aufbau eines überbetrieblichen Netzwerkes

 

 

Zum Projekthintergrund/Relevanz:

Unternehmen in der niedersächsischen Metall- und Elektroindustrie stehen vor der Herausforderung, die Effekte und Folgen des demografischen und technologischen Wandels bewältigen zu müssen. Beispiele: In Niedersachsen und Bremen fehlen Fachkräfte in der Metallbearbeitung, dem Metallbau und Schweißtechnik.  Aktuelle Zahlen zeigen, dass Niedersachsen hier mit 116 bzw. 114 Tagen Vakanzzeit fast 27 bzw. 29 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegt. Fast die Hälfte aller Stellen bleiben drei Monate und länger unbesetzt. In der Region Salzgitter liegt das Durchschnittsalter der Belegschaften in der Metall verarbeitenden Industrie bei ca. 48 Jahren. Gleichzeitig muss dieser exportabhängige Bereich die Digitalisierung bewältigen. Der Tarifvertrag Bildung (1.4.2015) nimmt diese Aspekte auf und nennt Erhaltungs-, Anpassungs-, Um- und Entwicklungsqualifikationen sowie berufliche Weiterbildung als mögliche Maßnahmen zur Bewältigung. Jedoch: Bisher ist es fast ausschließlich Großunternehmen gelungen, die notwendigen Strukturen für eine nachhaltige Personalentwicklung und Weiterbildung aufzubauen. Der Grund: KMU stehen häufig vor dem Problem, Ressourcen für diese Prozesse und Aufgaben bereitzustellen. Hier setzt das Projekt an und bietet KMU Unterstützung bei der Erstellung eines Gesamtkonzepts, der Übertragung von Modellen guter Praxis sowie bei der bedarfsorientierten Entwicklung von Anwendungstools im Personalbereich und der Weiterbildung an. Für Großunternehmen bietet sich die Chance, ihre (angefangenen) Konzeptionen und Themenfelder zu optimieren und auszubauen.

 

 

Kosten und Rahmenbedingungen:

Grundlage der Qualifizierung ist der Tarifvertrag Bildung (TV B) für die Beschäftigen der niedersächsischen Metallindustrie. Für die Unternehmen fallen direkt keine Kosten an. Sie müssen lediglich das Personal freistellen, das an den Qualifikationsmaßnahmen teilnehmen soll.

 

 

Kontakt:

Projektleitung: Gerd Meister, Projektassistenz: Susanne Kundolf

BV ARBEIT & LEBEN Niedersachsen Ost gGmbH

Chemnitzer Str. 33

38226 Salzgitter

Tel.: 05341-8844-52

Mail: gerd.meister@aul-nds.info; susanne.kundolf@aul-nds.info

 

 

Projektförderung:

Das Projekt TraM wird im Rahmen der Initiative "Fachkräfte sichern: weiter bilden und Gleichstellung fördern" (Sozialpartnerrichtlinie) durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) und aus dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

Programmflyer